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Ärzte

Augenzentrum Schneeberg


Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Besucher,

willkommen auf der Internetplattform des Augenzentrums der Poliklinik Bergstadt Schneeberg.

Das Augenzentrum als Partner der Klinikum Chemnitz gGmbH ist eine fachspezifische Abteilung der Poliklinik gGmbH Chemnitz im Medizinischen Versorgungszentrum Schneeberg. Wir möchten Ihnen einen Überblick über unsere diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten geben.
Je nach Krankheitsbild kommen bei unseren Patienten* entsprechende Diagnostik- und Therapieverfahren zum Einsatz. Hierzu stehen uns am Standort in der Goethestraße 3 die modernsten Untersuchungstechniken zur Verfügung.
Neben einer konservativen Versorgung können wir Ihnen operative Behandlungsmethoden je nach Schweregrad anbieten. Ein motiviertes Ärzte- und Pflegeteam steht Ihnen kompetent bei allen Fragen zur Seite.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Patrick Straßburger




Augenärzte MVZ Schneeberg

MUDr. Marek Konarik, Dr. med. Patrick Straßburger, MUDr. Daniel Barta v.l.n.r.

GutachtenpraxisBehandlungsgebiete:

  • Kataraktchirurgie
  • Makuladiagnostik und Therapie
  • Lid- und kosmetische Chirurgie

Praxisdetails:

Dr. Barta  Dr. Konarik  Dr. Straßburger 


* Zur besseren Lesbarkeit wurde auf die weibliche Form verzichtet.

 


Patienteninformationen

Uveitis

Chronisch-wiederkehrende Entzündungen des Auges (Uveitis)

Entzündungen der Regenbogenhaut (Iris) und der Aderhaut (mittlere Augenhaut) stellen tückische und teilweise schmerzhafte Erkrankungen des Auges dar. Unterschieden werden hierbei einmalige milde Episoden und schwe­re, häufig wiederkehrende Verläufe (Chronizität). Diese entzündlichen Erkrankungen werden als Uveitis be­zeich­net. Sie kommt in jedem Alter vor und kann auch bei Kindern und Kleinkindern auftreten.
Während 40–60% dieser Erkrankungen als eigenständiges Krankheitsbild auftreten, kommen sie bei einem Großteil der Patienten auch als Begleiterscheinung im Rahmen von anderen Erkrankungen vor. Dabei ist die Uveitis sehr häufig mit einem System- und Weichteilrheuma assoziiert.

Bei Kindern und Kleinkindern kommt die Uveitis sehr häufig in Verbindung mit Gelenkrheuma vor. Auch im Rah­men von chronischen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa) oder Atemwegserkrankungen (Sarkoidose), bei Haut­er­krankungen oder Infektionskrankheiten kann begleitend eine Uveitis auftreten.

Uveitis anterior
Entzündung des vorderen Augenabschnittes: Uveitis anterior
(Quelle: Optometrist)

Uveitis posterior
Entzündung des hinteren Augenabschnittes bei wiederkehrender Entzündung:
Uveitis posterior (Quelle: BVA)

 

Wichtig ist in diesem Zusammenhang vor allem bei wiederkehrenden Entzündungen eine ausführliche Diagnostik durchzuführen. Neben einer Laboranalyse umfasst die Diagnostik in der Regel auch eine Bildgebung der Lunge und des Kopfes (MRT). Im Anschluss wird je nach diagnostischem Befund für Sie eine Vorstellung bei einem Internisten oder Rheumatologen organisiert. Eine für Sie passende medikamentöse Therapie wird ergänzend ein­ge­leitet. Dabei ist es wichtig, den intraokulären Reizzustand komplett zu beruhigen, da sonst insbesondere bei schweren wiederkehrenden Verläufen irreversible Sehbeeinträchtigungen zurückbleiben können.

Bei schweren Verläufen kann es unter Umständen notwendig sein, eine individuell angepasste medikamentöse Dauertherapie zu planen. Uveitispatienten müssen in der Regel langfristig in augenärztliche Kontrolle bleiben.

OP des "Grauen Stars"

Operation des „Grauen Stars“ (Katarakt)

Als „Grauen Star“ (Katarakt) bezeichnet man die fortschreitende Trübung der Augenlinse, was in über 90% der Fälle eine altersbedingte Erscheinung ist.
Beginnende Trübungen der Augenlinse sind häufig bereits ab dem 35. Lebensjahr sichtbar.
Ab ca. dem 40. Lebensjahr nimmt der Patient aber zunächst andere altersbedingte Veränderungen der Augen­linse war: Aufgrund nachlassender Verformbarkeit der Augenlinse bemerkt der Patient hier häufig eine schwin­den­de Akkommodationsfähigkeit (nachlassen der Lesefähigkeit) was zunehmend das Tragen einer Lesebrille notwendig macht. Kurzsichtige Patienten bemerken häufig eine Abschwächung ihrer Brillenwerte.

Schreiten die Veränderungen und Trübungen der Linse fort, wird der Augenarzt im Durchschnitt zwischen dem 60. und 75. Lebensjahr mit dem Patienten über eine Operation sprechen.

Katarakt, Quelle: BVA
Trübung der Augenlinse: "Grauer Star" (Quelle: BVA)

Ablauf „Grauer Star“ – Operation

Die Operation des „Grauen Stars“ kann dank der hochmodernen Mikro-Chirurgie heute in der Mehrzahl der Fälle als ambulante Operation völlig schmerzfrei durchgeführt werden. Hierzu ist in der Regel eine Betäubung mit Augengel oder kleiner Betäubungsspritze ausreichend. Während der Operation wird zunächst mit hoch­frequen­tem Ultraschall die getrübte Augenlinse zer­kleinert und abgesaugt. Im Anschluss wird an die gleiche Position im Auge eine Kunstlinse eingesetzt. Diese Kunst- Standardlinsen ermöglichen ein klares Sehen in der Ferne, auf­grund fehlender Akkommodation ist lediglich zum Lesen noch das Tragen einer Lesebrille notwendig.

Kunstlinsen
Implantierbare Kunstlinsen (Quelle: Alcon)


Zur Ermittlung der passenden Augenlinse wird vor der Operation das Auge mittels Lasertechnik vermessen. Weiterhin erfolgt eine ausführliche Aufklärung über den geplanten Eingriff durch unsere Operateure.
Beachten Sie bitte, dass nach der Operation, in der Regel am Folgetag, eine Kontrolle bei Ihrem Augenarzt not­wendig ist. Weiterhin sollte für etwa 2 Wochen auf Schwimmbad und Saunabesuche, sowie auf Gartenarbeit ver­zichtet wer­den. Es ist in der Regel außerdem notwendig, das Partnerauge in den folgenden 2-3 Monaten eben­falls zu operieren.

klare Kunstlinse
Auge nach „grauer Star“ OP mit klarer Kunstlinse


Dr. med. Patrick Straßburger
Ärztlicher Leiter Augenzentrum

Makuladiagnostik & Therapie

Erkrankungen des Sehzentrums (Makula)

Erkrankungen der Netzhaut und insbesondere unseres Sehzentrums – der Makula – nehmen zunehmend eine zentrale Rolle in der Augenheilkunde ein.

Die „Altersbedingte Makuladegeneration“ (AMD) tritt bei Menschen über 50 in steigender Tendenz auf, und kann zu schwerwiegenden Sehbeeinträchtigungen führen. Bestimmte Formen der AMD können zu dauerhaften hoch­gradigen Sehbehinderungen führen. Mittels minimalinvasiver schmerzfreier Therapie (IVOM Therapie) können aber heute auch die sogenannten „aggressiven Formen“ (feuchte AMD) gut behandelt werden.

AMD
Patientin mit Makulablutung bei Exsudativer AMD (Quelle: BVA)

Auch für diabetesbedingte Netzhauterkrankungen, welche aufgrund der Zunahme von Altersdiabetes einen weiteren Schwerpunkt von Netzhauterkrankungen darstellen, kann die IVOM- Therapie erfolgreich eingesetzt werden.

OCT-Angiografiegerät Fa. Canon
OCT-Angiografiegerät Fa. Canon

Die Diagnostik von Netzhauterkrankungen hat sich in den vergangenen 10 Jahren deutlich verändert. Früher stand uns nur die Angiografie zur Darstellung der Netzhautgefäße zur Verfügung, bei welcher dem Patienten ein Farbstoff injiziert wird, um die Netzhautgefäße mit einer Spezialkamera sichtbar zu machen. Heute steht uns zu­dem die Möglichkeit zur Verfügung mittel Optischer Kohärenz Tomografie (OCT) hochauflösende Schnittbilder durch die Netzhaut und des Sehzentrums anfertigen zu können, ohne dass hierzu das Auge berührt werden muss. Diese Methode hat sich in den letzten Jahren so stark verfeinert und weiterentwickelt, dass inzwischen nicht nur hochauflösende Schnittbilder des Sehzentrums, sondern über Licht- Interferenzmessungen sogar die Netzhautgefäße gut dargestellt werden können (Angio- OCT). Dennoch wird in manchen Fällen ergänzend die bekannte Angiografie noch mit durchgeführt werden müssen.

Augenhintergrund

Hochauflösende Schnittbilder und Angiografie-
Bilder des Augenhintergrundes (im Bild: gesunder Patient)

Anhand dieser vielfältigen Möglichkeiten können wir mit Ihnen einen optimalen individuellen Therapieplan erstellen.

IVOM Therapie

Sollte bei Ihnen in Abstimmung mit Ihrem Arzt eine Intravitreale Operative Medikamenteneingabe (IVOM) geplant werden, wird Ihnen von unserem Personal ein entsprechender Spritzplan erstellt.
In der Regel sind zu Beginn monatliche Injektionen notwendig, später können die Intervalle in der Regel deutlich vergrößert werden.




Intravitreale Injektion:
Durch ein lokal aufgebrachtes Betäubungsmittel ist die Injektion vollkommen schmerzfrei.
(Quelle: eyeguru.co)

Am Injektionstag werden Sie zunächst morgens in unser Zentrum eingeladen. Es wird nochmals eine Sehprüfung durchgeführt und der Augeninnendruck gemessen. Im Anschluss erfolgt durch unser zertifiziertes Personal die Vorbereitung auf den Eingriff. Hierzu wir die Pupille des zu behandelnden Auges weit getropft und ein Betäubungsgel auf das Auge aufgetragen. Dieses Gel reicht vollkommen aus, um die Injektion komplett schmerzfrei durchzuführen.

Der Eingriff wird in unserem sterilen Eingriffsraum durchgeführt. Im Anschluss an die Injektion erhalten sie einen Augenverband. Diesen können Sie am Folgetag selbstständig lösen. Etwa drei Tage nach der Injektion wird eine Kontrolle bei Ihrem überweisenden Augenarzt notwendig sein.

Bitte beachten Sie, dass Sie am Tag der Injektion fahruntauglich sind. Es ist weiterhin zu empfehlen auch zur Kontrolluntersuchung bei Ihrem Augenarzt nicht selbstständig mit dem Auto zu fahren. Versuchen Sie bitte in den ersten Tagen nach der Injektion Arbeiten in staubiger und schmutziger Umgebung zu meiden.
Weiterhin sind in der ersten Woche nach der Injektion Sauna und Schwimmbadbesuche nicht zu empfehlen.

Lidregion

Erkrankungen der Lider und Augenhöhle

Bei Er­krankungen der Lidregion wird zwischen alters­bedingten Veränderungen und tumorösen Lid­veränderungen unter­schieden.

Mit zunehmenden Alter zeigen sich sowohl bei Frauen als auch bei Männern ein Rück­gang des periokulären Fettgewebes und eine Er­schlaffung des periokulären Lidhalteappartes. Diese Veränderungen können in Vor­stufen bereits ab dem 35. Bis 40. Lebensjahr sichtbar sein. Sie zeigen sich in zunehmender Faltenbildung, Auswärtsdrehung oder Eindrehen des Unterlides- was unter umständen auch zu störenden Reizungen der Hornhautoberfläche führen kann.

Ektropium
Erschlaffung des Unterlidhalteapparates (Ektropium)
Quelle: G. Thieme-Verlag

Schlupflider
Erschlaffung der Oberlidhaut („Schlupflider“)
Quelle: Eye Physicians Illinois

Weiterhin können diese Veränderungen auch die Symptome des „Trockenen Auges“ verschlimmern. Am Oberlid kommt es häufig zur Aus­bildung von Hautüberschuss (sogen. „Schlupflider“). In ausgepräg­teren Fällen kann auch eine alters­bedingte Er­schlaffung des gesamten Oberlid­muskels vorliegen (Ptosis). Selten können diese Störungen auch ange­boren sein und bereits im Kindes – und Jugend­alter auftreten.

Eine Vielzahl dieser Veränvderungen kann durch minima­lchirurgische Interven­tionen be­hoben werden. Diese Ein­­griffe können in der Regel in lokaler Betäubung durchgeführt werden. Nach einer kurzen Ruhe­zeit bei können Sie das Augen­­zentrum am Nach­­mittag verlassen. Eine Nach­kontrolle ist in den Folgetagen bei Ihrem Augen­arzt oder in unserem Zentrum notwendig. Gelegte Fäden können in der Regel nach 14 Tagen entfernt wer­den.
Durch Verwendung von mikrochirurgischen Naht­material zeigt sich am Lid eine rasche Ab­heilung mit sehr gutem kosme­­tischem Ergeb­nis.

Leider können auch Tumor­erkrankungen das Augenlid betreffen. Dabei unterscheidet man zwischen gutartigen Läsionen und bösartigen Verän­derungen. Je nach Dignität und Größe muss vor allem bei bös­artigen Tumoren eine individuelle Therapie­planung für Sie er­stellt wer­den.

Lidrandzyste
Gutartige Lidrandzyste
Quelle: Ento Key


Augenlidtumor
Bösartiger Augenlidtumor, welcher groß­flächig entfernt werden muss
Quelle: Springer-Link

Während kleinere Tumoren in der Regel in lokaler Betäubung ambulant operiert werden können, muss bei grö­ßeren Tumoren die Entfer­nung und die kosme­tische Wieder­her­stellung häufig in 2 getrennten Eingriffen er­fol­­gen. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, den Wiederherstellungseingriff in Vollnarkose durchzuführen. Durch mo­der­ne Operations­verfahren und Verschiebeplastiken lassen sich aber auch nach Ent­fernung grö­ßerer Tumo­ren sehr gute kosmetische Ergeb­nisse erzielen.

© Poliklinik gGmbH Chemnitz